Unterrichtsvorbereitung und Unterrichtsplanung

…um es für mich festzuhalten.

Selten so etwas Klares und Hilfreiches und auch Ermutigendes und Beruhigens gesehen. (…weil Wertschätzung verschiedener Persönlichkeiten und Herangehensweisen.)

peterjochum

schreibt

Verschiedene Ansätze

Meine Erfahrung hat mich gelehrt, dass es Anfängern im Lehrerberuf hilft, wenn man sie von der Illusion befreit, es gebe den „goldenen Weg“ der Vorbereitung und Stundenplanung. Es gibt unterschiedliche Planungsansätze und natürlich auch unterschiedliche Lehrertypen. Deshalb habe ich immer gerne folgende Einstiegs-„Meditation“ mit den Referendaren gemacht:

Wenn ich Unterricht vorbereite…

  • … dann lese ich zuerst in Fachbüchern und Schulbüchern und bereite mich fachlich vor.

Fach-Ansatz

  • … dann suche ich in Lehrerhandbüchern, Modellstunden, Kopiervorlagen, Stundenblättern, was ich gebrauchen kann.

Vorlagen-Ansatz

  • … dann gehe ich schematisch und strukturiert vor, so wie ich die Planung gelernt habe.

Struktur-Ansatz

  • … dann lege ich mich erst einmal auf die Couch und denke solange nach, bis mir was Gutes einfällt (manchmal schlaf ich auch darüber ein).

So-Bin-Ich-Eben-Ansatz

Anfänger vs. Experte

Generell geht bei der Unterrichtsvorbereitung darum, sich mit angemessenem Aufwand an Zeit, Material- und Energie

  • sachkompetent machen,
  • didaktisch passend reduzieren,
  • eine anspruchsvolle Stunde…

Ursprünglichen Post anzeigen 228 weitere Wörter

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8 Kommentare zu “Unterrichtsvorbereitung und Unterrichtsplanung

  1. Wirklich ein Ansatz, der deutlich macht, weshalb Ausbilder Referendare und diese sich selbst so oft überfordern.
    Bei Peter Jochum – so denkt man – dürfte die Referendarzeit nicht die pädagogische Hölle sein, die sie sonst nur zu oft ist.

    Das einzige was ich bedaure: Ich finde die vielen guten Beiträge von teacheridoo hier nicht mehr.

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    • Hey, schön von dir zu lesen. 🙂

      Ja, meine Beiträge…ich hatte nicht angenommen, dass die jemand vermisst…

      Mir geht es nicht sonderlich gut im Ref (das ist noch beschönigend ausgedrückt). Mein Blog wirkte auf einem der vielen Tiefpunkte wie Hohn und Spott, also löschte ich alles radikal weg…

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      • Wenn ich im Leben eins gelernt habe: Kluge Leute suchen Unterstützung von außen, gerade in der pädagogischen Hölle Referendarzeit.
        „Ich muss das unbedingt allein schaffen!“ geht in 90 Prozent aller Fälle schief. Nur über die Fälle redet keiner. –
        Natürlich haben viele Leute Glück (ich zum Beispiel), aber Glück macht noch lange keinen guten Lehrer.
        Freilich, die Unterstützung muss auch wirklich hilfreich sein. Aber das kann keiner besser beurteilen als der, der sie anfordert.
        Meine besten Lehrerfolge hatte ich immer dort, wo mir nicht Vorgesetzte, sondern Lernende mir gesagt haben, was sie brauchten. (Das ist etwas anderes als: „Es ist immer so langweilig.“ „Ich verstehe gar nichts.“ Sondern: „Das hilft mir jetzt nicht. Könnten Sie statt dessen …“)
        Aber gegen die Autorität von Vorgesetzten und Experten helfen Schüler nur bedingt. Da hilft nur jemand, der gangbare Wege zeigt oder das Vertrauen vermittelt, dass das scheinbar Unmögliche doch geht.

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      • Es wird leider (zumindest nach meinem Gefühl) so oft suggeriert, dass man dies und das und jenes können müsse (woher man das können soll, das erklärt einem jedoch keiner). Solche Suggestion erstickt bei mir den Mut zur Nachfrage… Dass man den meisten Refs die innere Verzweiflung gar nicht anmerkt, verstärkt bei mir dann oft noch das Gefühl „Alle können es, nur ich nicht, also muss es an mir liegen; andere schaffen es auch alleine, also sollte ich das auch alleine schaffen“.

        …ich habe gerade gestern in die Wege geleitet, mir professionelle Hilfe zu holen. Quasi Nachhilfe, nur eben in dem Fall für Refs in Sachen Planung, Methodik, Didaktik. Hoffentlich finde ich so kurzfristig jemanden…

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  2. Ohje, das klingt aber wirklich nicht gut. 😦
    Tut mir leid, dass dein Ref sich nicht positiv hervorhebt, und es auch bei dir eine Qual ist. Ich wünsche dir, dass du durch die „Nachhilfe“ Fortschritte machen kannst, zumindest, um das Ref heil zu überstehen. Danach fängt das Leben als Lehrer erst richtig an, und es hat kaum was mit dem Ref zu tun.
    Ich finde es auch sehr schade, dass du alles gelöscht hast, auch wenn ich deine Beweggründe nachvollziehen kann, zumindest, soweit es mir als Aueßnstehendem möglich ist.
    Wie dem auch sei: Du bist nicht die einzige, die Probleme im Ref hat, lass dir ja nicht das Gegenteil einreden! Und manche Dinge, die dir eigentlich im Ref beigebracht werden sollten, leben dir manche Ausbilder gegenteilig vor. Es hilft zwar erst einmal nicht gegen deine Probleme, aber es lindert vielleicht Zweifel und Selbstvorwürfe.

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    • Danke Dir.

      Nachhilfe gibt’s leider keine. Wurde schnöde abgewiesen mit dem Hinweis, dafür seien doch Schule und Seminare da. Tja….

      Über das Löschen ärgere ich mich im Nachhinein selbst gerade…ich neige da eigentlich nicht zu und verschiebe meist erst mal vorsichtig alles in den Privatmodus. Aber in dem Moment war ich arg schlecht drauf (quasi an der Schwelle zum Hinschmeißen).

      Dass ich mich mit den Ref-Problemen quasi in guter Gesellschaft befinde, beruhigt mich natürlich einerseits, macht mich andererseits aber auch unfassbar wütend. Was für eine kaputte Ausbildung ist das eigentlich? Und doch ausgerechnet von denen, die es viel viel besser wissen müssten. I don’t get it. Echt nicht.

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      • So, wie es gar nicht soo leicht ist, Schüler zum Erfolg zu führen, so ist es offenbar bei Lehrern auch nicht. Und Mentoren und Ausbilder können auch nicht über ihren Schatten springen. It’s stupid!

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      • Mist. 😦
        Besonders dann, wenn Schule und Seminar nicht ausreichen, was sie meiner Erfahrung nach oft nicht tun…

        Hm, verstehe ich, und manchmal braucht es den klaren cut, auch wenn man sich hinterher darüber ärgert.
        Du, das seh ich so wie du, die „Ausbildung“ taugt so gar nichts, weil sie lebensfern ist – mal ehrlich, niemand unterrichtet so, wie die im Ref es von einem verlangen – und man oft genug nur der Prügelknabe ist. Und wie du es ja auch sagst, es ist doppelt schlimm, weil die Lehrer es besser wissen sollten. Wenn ein Refi so mit Schülern umgehen würde, wie die Leute im Ref mit den Refis, der würde keinen einzigen UB bestehen. Zum k*tzen.
        Ich drück dir die Daumen, dass du die Zeit und Prüfungen über- und bestehst, danach schaut die Welt doch noch mal anders aus!

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